Wiener Pestsäule

Wiener Pestsäule: Ein markantes Denkmal in der Innenstadt

Wenn Sie bereits Urlaub in Wien gemacht haben, sind Sie sicherlich zumindest einmal entlang der Kärntner Straße spaziert. Planen Sie momentan Ihre erste Urlaubsreise in die Großstadt, dann sollten Sie insbesondere den Graben nicht missen. Dabei handelt es sich um eine der bekanntesten Straßen im Zentrum Wiens. Dieser geht vom Stephansplatz (mit dem Stephansdom) beim Anfang der Kärntner Straße aus. Das Ende befindet sich in Richtung Nordwesten zur Querachse Kohlmarkt-Tuchlauben. Eine der vielen Sehenswürdigkeiten, die Sie im ersten Wiener Bezirk finden, ist die Wiener Pestsäule. Dabei handelt es sich um eine Dreifaltigkeitssäule. Zu ihrer Errichtung kam es nach einer Pestepidemie. Zur Weihung kam es folglich am 29. Oktober 1693. Die barocke Säule ist 21 m hoch. Besonders erwähnenswert ist, dass sie eines der markantesten Kunstwerke im Stadtgebiet darstellt.

Geschichte

Eine der letzten großen Pestepidemien brach 1679 in Wien aus. Auf der Flucht gelobte Kaiser Leopold I. die Errichtung einer Gnadensäule am Ende der Epidemie. Noch im selben Jahr erbaute man eine provisorische Holzsäule. Diese zeigte einen Gnadenstuhl auf einer korinthischen Säule sowie insgesamt neun Engelsfiguren. Danach folgten zahlreiche Neuplanungen. Schlussendlich hat der Bildhauer Paul Strudel die Projektleitung übernommen. Dieser stützte sich auf das Programm des Theateringenieurs Lodovico Ottavio Burnacini. Vorgesehen war eine Wolkenpyramide mit Engelsfiguren und einer Figur des Glaubens unterhalb der Dreifaltigkeit. Davor sollte ein betender Kaiser Leopold knien. 1693 kam es dann zur Fertigstellung sowie zur Weihung der Säule. Während der langen Bauzeit hat sich diese Sehenswürdigkeit von einer simplen Andachtssäule zu einer hochbarocken Inszenierung gewandelt. Hier wird Ihnen das Geschehen zur damaligen Zeit theatralisch erzählt.

Wiener Pestsäule - Graben - Kaiser Leopold I.

Wiener Pestsäule: Kaiser Leopold I.

Die Wiener Pestsäule wurde zum Vorbild all jener Pestsäulen, die in verschiedenen Städten der Monarchie aufgestellt wurden. Noch heute prägen diese das jeweilige Stadtbild. Während Sie also auf der exklusiven sowie pulsierenden Fußgängerzone im Herzen der Innenstadt schlendern, können Sie dieses barocke Meisterwerk bewundern.