Die Anfänge des Landeszeughauses gehen auf das 17. Jahrhundert zurück.

Die Zeit vom 15. bis zum 18. Jahrhundert war für die damals innerösterreichischen Länder Steiermark, Kärnten und Krain durch anhaltende bewaffnete Überfälle und kriegerische Auseinandersetzungen mit dem Osmanischen Reich und ungarischen Rebellen geprägt.

Vor diesem Hintergrund ließen die steirischen Landstände zwischen 1642 und 1644 das „landschaftliche Zeughaus“ nach Plänen von Antonio Solar erbauen. Als Waffendepot stellte es die wichtigste „Ausrüstungs-Zentrale“ im Südosten des Habsburgischen Reiches dar.

Mit dem Rückgang der bewaffneten Konflikte im 18. Jahrhundert verlor das Zeughaus seine Bedeutung. Als Maria Theresia im Zuge einer Reform beschloss, das Heerwesen zu zentralisieren und das Zeughaus zu schließen, erbaten die Landstände seine Erhaltung als „Denkmal der Geschichte des Landes“. 1882 wurde das landschaftliche Zeughaus erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Mit seiner Eingliederung in das von Erzherzog Johann gestiftete Joanneum erhielt die Rüstkammer 1892 die neue Bezeichnung Landeszeughaus.

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