Burg Kreuzenstein: Eine malerische Festung

Nur wenige Kilometer von Wien entfernt, finden Sie die Burg Kreuzenstein. Diese Schau- bzw. Museumsburg in der niederösterreichischen Marktgemeinde Leobendorf ist eine der schönsten historischen Sehenswürdigkeiten in Niederösterreich. Besonders beliebt und bekannt ist es als Ausflugsziel für Familien. Mittels ihrer einzigartigen Sammlung wird Ihnen dort die Welt des Mittelalters nähergebracht.

Geschichte der Burg Kreuzenstein

Die Ursprünge der Burg gehen auf das 12. Jahrhundert zurück. Um 1115 wird sie erstmals unter dem Namen „Grizanstein“ erwähnt. Dies dürfte auf einen der ersten Burgherren, Dietrich von Grizanestaine aus dem bayrischen Geschlecht der Formbacher, zurückgehen. Andere Aussagen erwähnen einen Festungsherren namens „Grizzo“ oder das Kreuz des Heiligen Severin. Somit stellt  schon die Namensgebung der Burg eine Legende dar. Mitte des 13. Jahrhunderts gelang die Burg Kreuzenstein in den Besitz der Habsburger. Im 16. und 17. Jahrhundert folgten häufige Besitzwechsel.

Die finsterste Stunde der Burg schlug im Jahre 1645. Mit anderen Worten, in den letzten Jahren des Dreißigjährigen Krieges. Aufgrund der Übermacht des schwedischen Heeres, übergab der kaiserliche Befehlshaber von Kreuzenstein und Korneuburg, Oberst Luckas Spicker, die Burg kampflos. Bald jedoch drängten die österreichischen Truppen Erzherzog Leopold Wilhelms die Schweden zurück. Somit wurde die durch Sprengungen weitgehend zerstörte Burg zurückerobert. Im Jahre 1702 kam die Ruine von Kreuzenstein in den Besitz der Familie des Feldmarschall Heinrich Wilhelm von Wilczek. Dennoch begann erst dessen Nachkomme, Johann Nepomuk Graf Wilczek, ab 1874 mit dem Wiederaufbau der zerstörten Burg. Dadurch wurde sie zu einem heute außergewöhnlichen und einzigartigen Museum des Mittelalters.

Die Sammlung

Die Rüstkammer ist eine der größten privaten Sammlungen historischer Waffen Österreichs. Hier finden Sie außergewöhnliche Exponate und wertvolle Einzelstücke aus Kriegszeiten. Das punkvollste Gebäude der Burg Kreuzenstein ist die Kapelle. Außerdem ist es ein Kleinod sakraler mittelalterlicher Handwerkskunst. Der Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens zur Hochblüte der Ritterzeit wird Ihnen im großen Rittersaal von Kreuzstein präsentiert. Dort finden Sie beispielsweise einen Kachelofen mit biblischen Darstellungen, kostbare Gobelins, einen Speisetisch sowie Scherenstühle aus der Renaissancezeit.

Entrance to the Kreuzenstein Castle. Lower Austria, Europe

Weiter repräsentiert das Fürstenzimmer mit seinen mittelalterlichen Möbeln das Schlafgemach des Landesherren. Ein Symbol für die große Jagdleidenschaft des Wiedererbauers der Burg ist die Jagdkammer. Dort finden Sie Waffen, Pulverhörner, Wildwaagen und Jagdmesser an den Wänden. Wie jedes Haus hat auch die Burg Kreuzenstein ihre Burgküche. In dieser befinden sich zahlreiche Küchenutensilien aus dem Mittelalter wie beispielsweise Waffeleisen mit kunstvollen Verzierungen. Schließlich ist das imposanteste Element der Burganlage der 60 m hohe Bergfried mit der Glöcknerstube im siebten Geschoss.

Im Museum erwartet Sie eine spannende Reise durch die Jahrhunderte. Besonders Geschichts- sowie Kunstliebhaber sollten diesem beliebten Ausflugsziel einen Besuch abstatten.

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